Es gibt keinen Plan B für Dinge, die ihr nicht beeinflussen könnt
Ihr könnt eine Hochzeit bis ins kleinste Detail planen. Das Wetter interessiert sich allerdings herzlich wenig für euren Ablaufplan.
Besonders bei einer freien Trauung, einem Empfang oder einer Feier unter freiem Himmel braucht ihr deshalb eine Alternative.
Und ein Plan B betrifft nicht nur Regen.
Auch große Hitze, starker Wind oder ein Gewitter können dafür sorgen, dass ein ursprünglich geplanter Außenbereich nicht sinnvoll genutzt werden kann.
Klärt deshalb frühzeitig mit eurer Location:
Wo kann die Trauung alternativ stattfinden? Gibt es genügend Platz im Innenbereich? Bis wann muss entschieden werden, welche Variante genutzt wird? Wer kümmert sich gegebenenfalls um den Umbau?
Je genauer der Plan B vorbereitet ist, desto weniger müsst ihr euch am Hochzeitstag Gedanken darüber machen.
Ihr übernehmt zu viele DIY-Projekte
Selbst gestaltete Tischkarten, eigene Gastgeschenke, handgemachte Dekoration, selbst gedruckte Schilder und vielleicht noch eine selbst gebaute Fotowand.
DIY kann eine Hochzeit unglaublich persönlich machen.
Es kann aber auch dazu führen, dass wenige Wochen vorher 80 halb fertige Gastgeschenke im Wohnzimmer liegen und ihr eigentlich keine Lust mehr habt, eine Heißklebepistole anzusehen.
Deshalb gilt nicht: möglichst viel selbst machen.
Sondern: die Dinge selbst machen, an denen ihr wirklich Freude habt.
Rechnet dabei nicht nur Materialkosten, sondern auch eure Zeit mit ein.
Ein Projekt, das für 40 Gäste zwei Stunden dauert, sieht bei 120 Gästen plötzlich ganz anders aus.
Einer von euch trägt fast die komplette Planung
Manchmal passiert es ganz automatisch: Eine Person informiert sich intensiver und übernimmt nach und nach immer mehr Aufgaben.
Irgendwann kennt eine Person sämtliche Angebote, Ansprechpartner und Termine, während die andere auf die Frage nach dem Caterer nur antworten kann: „Da kümmert sich mein Partner drum.“
Spätestens wenn die Planung stressiger wird, sorgt das schnell für Frust.
Verteilt nicht nur Aufgaben, sondern Verantwortung
Statt gemeinsam jede Kleinigkeit zu bearbeiten, könnt ihr komplette Bereiche verteilen.
Zum Beispiel:
Eine Person kümmert sich um DJ und Musik, die andere um Fotograf und Fotos.
Oder eine Person übernimmt die Kommunikation mit der Location, während die andere Unterkünfte und Transport organisiert.
Wichtig ist nur, dass beide grundsätzlich wissen, was gerade ansteht.
Ein gemeinsamer Aufgabenplan hilft dabei enorm.
Ihr vergesst Zahlungsfristen und organisatorische Kleinigkeiten
Die großen Punkte bleiben meistens im Gedächtnis.
Die kleinen Dinge sind gefährlicher.
Wann muss die Restzahlung für den Fotografen erfolgen? Bis wann benötigt das Catering die endgültige Gästezahl? Wer holt am nächsten Tag die Dekoration ab? Wann müssen geliehene Gegenstände zurückgebracht werden?
Solche Aufgaben tauchen häufig erst kurz vor der Hochzeit auf – genau dann, wenn ohnehin besonders viel los ist.
Notiert deshalb bei jeder Buchung direkt alle wichtigen Termine.
Dazu gehören nicht nur Zahlungen, sondern beispielsweise auch:
- endgültige Personenzahlen
- Auswahl von Speisen und Getränken
- Musikwünsche
- Abstimmungsgespräche
- Liefertermine
- Abholtermine
- Rückgaben
Dadurch müsst ihr Verträge und E-Mails später nicht noch einmal komplett durchsuchen.
Am Hochzeitstag selbst sollt ihr weiterhin alles organisieren
„Schatz, der DJ fragt, wo er seinen Strom bekommt.“
„Das Catering möchte wissen, wo die Torte steht.“
„Onkel Peter findet seinen Sitzplatz nicht.“
„Wer hat eigentlich die Ringe?“
Genau solche Fragen solltet ihr an eurem Hochzeitstag möglichst nicht beantworten müssen.
Ihr habt monatelang geplant. Irgendwann dürft ihr auch einfach heiraten und feiern.
Bestimmt deshalb mindestens eine Person, die am Hochzeitstag organisatorische Fragen übernehmen kann.
Das kann ein Trauzeuge, eine Trauzeugin, jemand aus der Familie, ein Zeremonienmeister oder eine professionelle Hochzeitsplanung sein.
Gebt dieser Person vorher alle wichtigen Informationen und Kontaktdaten.
Das Ziel ist nicht, jede Eventualität vorherzusehen. Es geht darum, dass nicht automatisch jede kleine Frage bei euch landet.
Der vielleicht größte Fehler: Eure eigene Hochzeit nicht mehr zu genießen
Zwischen Budgetlisten, Tischplänen und Dienstleisterangeboten kann leicht das Gefühl entstehen, eine Hochzeit müsse bis ins letzte Detail perfekt durchgeplant sein.
Muss sie nicht.
Kaum ein Gast wird am nächsten Morgen darüber sprechen, ob die Servietten exakt den gleichen Farbton wie die Blumen hatten.
In Erinnerung bleiben meistens andere Dinge: eine schöne Trauung, gutes Essen, eine ausgelassene Feier, persönliche Gespräche und kleine Momente, die vorher überhaupt niemand geplant hatte.
Nutzt eure Planung deshalb vor allem dazu, euch Stress vom Hochzeitstag fernzuhalten.
Setzt Prioritäten. Haltet eure Aufgaben und Kosten fest. Gebt euren Gästen wichtige Informationen rechtzeitig weiter. Und akzeptiert ruhig, dass nicht jede Kleinigkeit kontrollierbar ist.
Denn am Ende soll eure Hochzeit keine perfekt abgearbeitete To-do-Liste werden.
Sie soll sich nach euch anfühlen.